3.5.2 Wie wird es dargestellt?

Schrifttext

Erzählebenen: Unterscheidung zwischen Struktur, Funktion und Gestaltung von Rahmen- und Binnenerzählungen. Im Bilderbuch können die Ebenen durch Schrift- und Bildtext und durch externe Aspekte wie zum Beispiel Materialist gestaltet werden.

Durch den Wechsel der Erzählebenen kann zwischen Binnenerzählung und Rahmenhandlung differiert werden.

Die Ebene des Erzählers ist nochmals separat zu behandeln. Sie wird auch extradiegetische (lat. extra, außerhalb) Ebene gennant, welche zusätzlich die metadiegetische (lat. meta, hinter, nach) Ebene eröffnet.

Diese Ebenen werden häufig durch verschiedene Schriftarten voneinander abgesetzt.

Die Erzählebene kann durch die Anzahl der Erzähler variieren und durch verschiedene Faktoren verknüpft werden.

Erzählsituation

Erzählsituation: Verschiedene Blickwinkel auf Ebene von Schrifttext und Bildtext. Diese behandelt die Erzählstimme, die grammatische Person des Erzählers sowie die auktoriale, personale oder die neutrale Erzählsituation.

Auktoriale Erzählsituation (Berichterstatter/Urheber) ist die persönliche Selbstkundgabe eines persönlichen Erzählers, welcher über Handlung, Zeit und Raum verfügt.

In der personalen Erzählsituation wird aus einer Person heraus erzählt. Der Point of View der Figur kann dabei Haupt- oder Nebenfigur sein.

Ein Beispiel dafür ist die Ich-Erzählung, welcher in der ersten Person Singular wiedergegeben wird.

Die drei Fokalisierung:

1. Nullfokalisierung: Erzähler > Figur ( Übersicht – der Erzähler weiß bzw. Sagt mehr, als irgendeine der Figuren weiß bzw. wahrnimmt)

2. Interne Fokalisierung: Erzähler = Figur (Mitsicht – der Erzähler sagt nicht mehr, als die Figur weiß)

3. Externe Fokalisierung: Erzähler < Figur (Außensicht – der Erzähler sagt weniger, als die Figur weiß

Die Erzählsituation des Bildtextes limitiert sich auf die Perspektive. Sie unterscheidet sich in Form der Aufsicht und Einstellungsgröße.

Zeit

Als der textinterner Aspekt der Mikroanalyse geht es um das Verhältnis zwischen der erzählten Zeit und der Erzähltest auf Ebene von Schrift- und Bildtext. Ausgehend von den Fragen „Wie lange?“, „In welcher Reihenfolge?“ Und „Wie oft?“ Werden die Kategorien Dauer, Ordnung und Frequenz behandelt.

Unterschied zwischen Erzählzeit (Lesezeit) und erzählte Zeit (Zeitrahmen).

Besonderheit zum Beispiel Zeitraffung, bei der die Dauer der erzählten Zeit größer als die Erzählzeit ist.

Beim Sekundenstil entspricht die erzählte Zeit der Erzählzeit. Bei der Zeitdehnung, werden Geschehnisse ausgereizt und quasi in Zeitlupe dargestellt, zum Beispiel um komplexe Gedankengänge oder Spannung darzustellen.

Die Ordnung der Zeit muss betrachtet werden, also ob die Geschichte linear verläuft.

In der Frequenz werden Wiederholungen und Muster betrachtet. Integratives Erzählen bedeutet einmalig. Repetitive Erzählungen sind mehrfache Erzählung einer einmaligen Sache. Anaphorische Erzählungen sind ein mehrfaches Erzählen von einer Sache die sich mehrfach zugetragen hat.

Sprachliche Gestaltung

Analyse unterscheidet sich in Makro- und Mikrostilistik sowohl der Schrifttext im Gesamten als auch seine syntaktische und morphologische Ebene.

Makrostilistik behandelt die Kategorien der Stilarten und die Erzählsituation.

Mikrostillistik kümmert sich um den Satzbau und die rhetorischen Mittel.

Durch die morphologische und syntaktische Ebene der Sprache sowie die Wortwahl und Stileigenheiten wird ein Charakter häufig charakterisiert.

Rhetorik unterscheidet sich in drei Stilarten:

Eine niedrige Stielart, in der alltagssprachliche Wörter und schlichte Wendungen bei minimalem Redeschmuck überwiegen.

Eine mittlere Stilart, die von rhetorischen Mitteln gezielt Gebrauch macht.

Eine hohe Stilart, die einen ausgesuchten Wortschatz, eine komplexe Syntax und zahlreiche rhetorische Mittel aufweist.

Die sprachliche Gestaltung ist abhängig von der Zielgruppe des Buches.

Bildtext

Analyse von Elementarformen wie Punkt und Linie, welche sich durch Ausdehnung auf der Ebene oder im Raum als Flächen bzw Körper darstellen. Kategorien dieser Analyse sind Quantität, Qualität, Gerichtetheit, Abgrenzung und Struktur.

Form und Formkomplexe als Gestaltungsmittel des Bildes können nach verschiedenen Kriterien oder Kategorien untersucht werden: Quantität, Qualität, Gerichtetheit und Abgrenzung.

Struktur von Bedeutung und wird differenziert zwischen Textur und Faktur.

Textur: Oberflächenbeschaffenheit des Dargestellten wie die naturalistische Abbildung von Haut oder Maserung von Holz.

Faktur: Maltechnische Arbeitsspuren

Gerichtetheit beschreibt die Dimensionalität.

Farbe

Analyse auf Ebene des Bildtextes aufgrund der Merkmale Farbbereich, Farbhelligkeit und -intensität bestimmt, um darauf aufbauend Funktionen, Kontraste und Symbolik der Farben zu untersuchen.

Farbe gibt Emotionen Vor- oder Nachdruck.

Helligkeit entscheidet über Ton der Szene.

Kontrast zeigt Nähe und Spannung.

Komposition

Analyse der verschiedenen Gestaltungsmittel in Relation zueinander. Also die Beziehung von Format und Bildelementen sowie die Beziehung der Elemente untereinander. Beziehung von Format und Bildelementen kann beim Layout zwischen dem Format des Bilderbuchs und dem Format eines Bildes unterschieden werden.

Komposition bedeutet Anordnung und umfasst die Grundstruktur aller Gestaltungsmittel als Beziehungen zum Format und zueinander. Hier sind also alle bereits behandelten Themen zueinander in Beziehung zusetzten, um sich den Konsequenzen und Wirkungen bewusst zu werden.

Typographie

Bei der Typographie werden Makro- und mikrotypographische Gestaltungen des Schriftbildes untersucht. Eine besondere Rolle nimmt die Schriftbildlichkeit ein, die mit Apsekten wie Form, Farbe, Komposition und ihren Kategorien analysiert werden kann.

Makrotypographische Gestaltung des Schriftbildes: Satzspiegel, Schriftgröße und Schriftauszeichnungen

Mikrotypographische Gestaltungen des Schriftbildes: Schriftart, Laufweite, Wortabstand

1. Die intermediale Einflüsse prägen das Bilderbuch in unterschiedlichen Weisen.

2. Die intermediale Bezuge beeinflussen die Narratoästetik des Bilderbuches als Systemreferenzen.

3.Medien, die Bilderbücher beeinflussen können:

– Comic

– der Film

– die Fotographie,

– die Musik

– das Computerspiel

– das Drama

  1. Verhältnis von Bild- und Schrifttext
  2. Typologie von Jens Thieles:
  • Parallelität von Bild und Text – produktive Korrespondenz
  • Der geflochtene Zopf – Text und Bild greifen ineinander und erzählen abwechselnd
  • kontrapunktische Beziehung – Bild und Text übermitteln verschiedene Informationen, aber gemeinsam bilden sie eine Erzählung.
  1. Typologie von Maria Nikolajeva und Carole Scot:
  • symmetrisches Verhältnis – Doppelung der Aussage (die meisten Bilderbücher)
  • Anreicherung (Parallelität bei Thieles) – von minimal bis signifikant
  • komplementäres Verhältnis – signifikante Anreicherung (Der geflochtene Zopf bei Thieles)

Handlung: Ein- und Mehrsträngigkeit, Mono- Pluriszenik

Handlung:

  • Verlauf eines Textes
  • Anfang (Einstieg), Mitte, Ende
  • Komplikationen, Wendepunkte und Lösungen
  • Handlungsstränge können einsträngig oder mehrsträngig sein
  • Episode: eine Handlung, die nur einmalig in die Erzählung eingearbeitet ist und nicht wieder aufgegriffen wird

Mehrsträngigkeit:

  • Erzählungen parallel verknüpft oder ineinander verschränkt
  • Können über Schrift- oder Bildtext erzählt werden
  • Bilder stellen mehrere Aktionen dar (pluriszenisch)
  • Es werden dem Leser verschiedene Handlungen simultan dargestellt
  • Beispiel: das Wimmelbuch, indem verschiedene Handlungen parallel durch die einzelnen Aktionen auf den Bildern stattfinden

Einsträngigkeit

  • Bilder stellen eine Aktion dar (monoszenisch)
  • Eine Haupthandlung

Figuren (Aktanten):

  • Fiktive Wesen mit der Fähigkeit mentaler Intentionalität
  • Träger der Handlungen durch eine Entwicklung von Zustand A zum Zustand B
  • Auch nichtmenschliche Figuren sind möglich
  • Die Figuren haben die Aufgabe der „Informationsvergabe“

FIGUREN

1. Menschliche Figuren 2. Nichtmenschliche Figuren

2. Tiere, übernatürliche Wesen, Objekte, abstrakte Entitäten

  • Funktion der Figuren wird durch quantitative und qualitative Dominanz bewusst
  • Unterscheidung von: Neben- und Haupt- oder Randfigur
  • Hauptfigur wird auch Protagonist genannt (meist positiv)
  • Figuren werden durch Adjektive und Adverbien explizit beschrieben und charakterisiert
  • Implizit wird die Figur durch, soziale Stellung, ihr Umfeld, Kleidung, Mimik und Gestik sowie Statur beschrieben und wahrgenommen (Beispiel: der Protagonist ist irgendwie anders)

Motive

  • Motive stellen Phänomene dar, die in unterschiedlichen Vorkommen Teil der menschlichen Lebenserfahrung darstellen
  • Die kleinste bedeutungsvolle Einheit
  • Es soll bei der Analyse herausgearbeitet werden, wie ein Motiv im vorgegebenen Text gestaltet ist und wie diese den Inhalt steuern und beeinflussen
  • Ein Motiv des Schreibers könnte es beispielweise sein, dass sich in dem Text mit sozialen Unterschieden auseinandergesetzt werden soll
  • Es soll zu einer Reflexion des Textes kommen, die durch die Motive angestoßen wird

Stoff

  • Eine Zusammenstellung von Motiven „Konfiguration von Personen, Handlungen und Problemstellungen“
  • Literarische und geschichtliche Vorgaben werden umrissen

Thema

  • Das Thema stellt die grundlegende Idee des Textes dar und reflektiert die Intention des Textes (den Grund- und Leitgedanken eines Textes)

Raum

  • Handlungen brauchen nicht nur eine zeitliche Einordnung auch eine räumliche Einordnung muss stattfinden, um den Leser eine Idee der Umgebung und dem Handlungsraum zu geben
  • Schauplätze, Landschaft, Naturerscheinungen und Gegenstände müssen erklärt werden, um als Vorstellung im Kopf des Leser erscheinen zu können
  • In Bilderbüchern werden Orte gezeigt, in denen sich die Figuren aufhalten
  • Oberbegriff für Räume und Orte ist räumliche Gegebenheiten
  • Verschiedene Räume einer Erzählung ergeben gemeinsam den Raum der Erzählten Welt
  • Unterschied erzählende Räume und erzählte Räume
  • Erzählende Räume: haben einen Einfluss auf die Erzählung in dem sie beispielweise zur Charakterisierung einer Figur beitragen können (tragen symbolische Bedeutung)
  • Erzählte Räume. Können real existierende Orte und Landschaften sein, sind von realen Räumen inspiriert und können in Landkarten gefunden werden. Trotzdem müssen diese Räume von der realen Welt getrennt werden, auch wenn sie diesen ähneln
  • fiktionalisierte Räume sind der Wirklichkeit ähnlich, aber sie sollten immer getrennt betrachtet werden
  • Räume ohne jegliche Referenz zur Wirklichkeit werden fingierte Räume genannt
  1. Paratext:
  • „Beziehung zwischen Haupt- und Nebentext eines Bilderbuchs“
  • Funktionen:
  • kommentierende,
  • ergänzende,
  • rahmende
  • Beispiele des Paratextes:
  • der Schutzumschlag,
  • das Vorsatzpapier
  • im Buch verwendete Namen,
  • eine Anzeige
  • Buchtrailer
  • Peritext: Bestandteile eines Buches, für die das Verlag verantwortlich ist.
  • Schutzumschlag, Einband, Vorsatzblätter, Titelei, das Format, die Typographie
  • die textuellen Rahmenstücke: die Angabe des Autornamens, der Titel mit dem Untertitel, das Impressum, das Vor- und Nachwort, das Inhaltsverzeichnis, der Waschzettel oder der Klappentext
  • Epitext: Plakate, Prospekte, Anzeigen, Internetseite, Buchtrailer, andere Videos.
  • Hardcover-Bilderbuch: Einband, mit seinen Buchdeckeln und dem Buchrücken, Deckel und Rücken (die Buchdecke), häufig ein Schutzumschlag.
  • Gestaltung der vorderen Seite des Buchumschlags, des Covers von großer Bedeutung (kauf- und rezeptionsentscheidend).
  • Der Peritext präsentiert die grundsätzliche Handlung und ihre Figuren. Die Figuren „werden durch Größenunterschiede und Position im Bildraum zwischen Haupt- und Nebenfiguren differenziert“.
  • Softcover-Bilderbuch: sie unterscheiden sich von Hardcover-Bilderbüchern durch ihren Einband (flexibler, bedruckter Karton).
  • Softcover-Bilderbücher weisen Elemente wie Schmutztitel, Frontispiz und Titelblatt auf (vor allem auf dem amerikanischen Markt).
  • Minibücher – Pixi: ein Kleinformat von 10×10 cm.
  1. Materialität
  1. „Beziehung zwischen dem Bilderbuch als narrativem Text und seiner stofflichen Beschaffenheit“.
  2. Beispiele: Bild- und Schriftträger, Pigmente und Bindemittel, die Werkzeuge, die für eine verwendet wurden.
  3. Bild- und Schriftträger
  4. Verschiedene Maltechniken und Malstile (auch kombiniert)
  5. Materialität auch bei digitalen Versionen wichtig  in dem Fall mehrdimensional (auch z.B. haptische Rezeption – Vibrationen).

  1. Analyse der Bereiche:
  • Produktion
  • Distribution
  • Rezeption
  1. Analyse der Faktoren, die die Entstehung, Verbreitung und Aufnahme des Bilderbuchs beim Leser beeinflussen.
  2. Varianten der Produktion:
  • Bilderbuch als ein Kontinuum von Bildern, die eine Geschichte erzählen  Illustrator als Produzent
  • Bilderbuch bestehend aus Bildern und Text
  • Autor und Illustrator in Personalunion als Produzent
  • Autor und Illustrator als Team als Produzent
  1. Autor und Illustrator als Team
  • Es ist besonders wichtig die Relation zwischen dem Autor und Illustrator zu berücksichtigen, da sie verschiedene Intentionen und Interpretationen einbringen können.
  • Wenn das Bild und der Text miteinander nicht vollständig korrespondieren kann es zu Mehrdeutigkeiten und Unsicherheiten bei der Analyse eines Bilderbuchs führen.
  • Das kann passieren, wenn es zu wenig Austausch über die „erzählerische Aussage“ zwischen dem Autor und dem Illustrator erfolgt.
  • Das ist oft der Fall, wenn die Arbeit den beiden Beteiligten über einen Agenten oder anderen Koordinator.
  • Die Differenzen können ebenso entstehen, wenn ein älteres Buch neu illustriert wird oder ein Märchen adaptiert wird.
  1. Makroanalyse der Produktion:
  • „biografische Betrachtungsweisen“
  • soziale Herkunft
  • „Bildungssozialisation“
  1. Distribution
  • Alle Handlungen, die dazu führen, dass die Bücher ihre Adressaten bzw. Käufer erreichen.
  • Verlage als Anbieter
  • Neben Verlagen, die Bilderbücher als einen Teil seines Sortiments anbieten, gibt es Verlage, die ausschließlich Bilderbücher veröffentlichen.
  • Medienverbünde (neben traditionellen Büchern auch andere Medien – z.B. Hörspiele, Hörbücher, E-Books, Bilderbuchfilme, etc.)
  • Allgemeiner Buchhandel
  • Indirekter Vertrieb (digitale Produkte über iTunes, Google Play, Amazon und Online-Buchhandel von Büchern).
  • Bibliotheken
  • Bilderbuchpreise (Deutsche Jugendliteraturpreis, der DIXI Kinderliteraturpreis oder der Troisdorfer Bilderbuchpreis, die Calde – cott Medal, der Hans-Christian-Andersen-Preis).
  • Buchmessen und Leseclubs
  • Editionsaspekte
  • Soft- und Hardcover
  1. Rezeption
  • Wer kauft oder liest das Bilderbuch und wie empfindet und interpretiert er den Inhalt.
  • Kinder und Erwachsene als Rezipienten
  • Erwachsene spielen eine wichtige Rolle  sie wählen die Bücher aus, sie lesen sie mit den Kindern.
  • Phasen der Rezeption:
  • die Wahrnehmung,
  • das Verstehen,
  • die Applikation oder Anwendung

1.Die Bilderbuchanalyse ermöglicht das Dargestellte entweder als gesamtes zu analysieren, also als Dependenzen vom Bild und Text, oder jede Eigenschaft für sich alleine.

2. Textinterne Aspekte der Mikroanalyse:

Kategorien des Schrifttextes:

  • Ebene der Historie (Abfolge von Ereignissen):

– die Handlung

– die Figuren/ Aktanten

– Motive

– Themen

– Erzählte Zeit

– Erzählte Raum

  • Ebene des discours (Abfolge von Zeichen):

– Handlung aus unterschiedlichen Situationen

– Erzählzeit (Dauer, Ordnung, Frequenz)

– erzählende Räume

Kategorien des Bildtextes:

1.Form

2.Farbe

3.Komposition

Transmedialität der Kategorien – się sind medienunspezifisch,

Die textexternen Aspekte der Mikroanalyse:

– Paratextes (Einband, Titel, Untertitel,Vorwort und der visuelle Prolog)

– Materialität (materielle und technische Voraussetzungen)

1. Ein fiktionales Bilderbuch wird als narrativer Text betrachtet. Es benötigt Raum und Schauplatz, die aber nicht explitzit dargestellt sein müssen. Jedoch die Zeit, die zustandsveränderte und verknüpfende Rolle im Text spielt, muss implizit vorausgesetzt und explizit besprochen werden.

2. Ein Bilderbuch besteht aus Verhaltnis zwischen Bild und Schrifttext. Obwohl die beiden eine selbstständige Bedeutung tragen, entwickeln sie zusammen ein Handelskontinuum.

3. Die Handlung wird als Zustandsveränderung definiert, die dank sprachliche Mittel, Temporaladverbien und Verknüpfung von Ereignissen entsteht

4. Showing und Telling Modi:

– telling: narrative Darstellungsmodus

-showing: dramatische Modus, ist überwiegend dem Bild zugeordnet; es abbildet mimetisch nur ein Moment, in dem sich die Handlung konzentriert

5. das diachrone Moment – der zeitliche Verlauf des Erzählen – entsteht dadurch, dass die Rezipienten die Leerstellen assoziativ ausfüllen

6. Im Bilderbücher spielen die Zusammenhänge von Bilder und Sprache die wichtigste Rolle; sie ergänzen sich einander.

Um die Bilderbücheranalyse zu ermöglichen, muss man sich für die Aspekte entscheiden, welchen die Analyse untergeordnet wird. Das hilft, die Analyse gründlich und in einer geordneten Form durchzuführen und später die Ergebnisse zu präsentieren. Man muss sich aber nicht die Aspekte selbst ausdenken – es gibt natürlich literarische Werke, mit welchen man sich bekannt machen und später damit arbeiten kann. In folgende Beiträge werden wir die Methode der Bilderbuchanalyse nach Tobias Kurwinkel (Bilderbuchanalyse: Narrativik – Ästhetik – Didaktik: 2017) präsentieren. Die wichtigste Aspekte werden zusammengefasst, damit der Leser sich leicht mit ihr vertraut machen kann und sie später als Hinweise benutzen.


  • Über uns

    Wir sind vier Stundenten, die sich auf diesem Blog mit Bilderbücher aus der DDR Zeit auseinandersetzen. Wir hoffen, dass jeder, den dieses Thema interessiert, hier etwas für sich findet!

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